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Ulrich Lüke, Mensch - Natur - Gott. Naturwissenschaftliche Beiträge und theologische Erträge, LIT-Verlag Münster-Hamburg-Berlin-London 2002, 184 S.

Die Natur: - ein "Religionsbuch"?

"Naturwissenschaftliche Beiträge und theologische Erträge" heißt der Untertitel der von Ulrich Lüke, Lehrstuhlinhaber für Systematische Theologie in Aachen, vorgelegten Sammlung von Aufsätzen, die sich als "Angriff auf die praktizierte Apartheid des Denkens zwischen Naturwissenschaften und Theologie" versteht. Grund für die aktuelle Reflexion über "Mensch-Natur-Gott" ist einmal der offen und latent betriebene Expansionismus der Naturwissenschaften, der sich zu einer "biologischen" Erklärung der Religiosität versteigt, oder der "nicht selten hypertrophierte Erklärungsanspruch" der Soziobiologie, die sich das Gebiet der Ethik erobern möchte. Bei dem Versuch einer Verhältnisbestimmung ergibt sich zum andern, dass sich die getrennten Fachbereiche manche Voraussetzung gegenseitig "entliehen" haben: philosophisch-theologische "Weltbilder" liegen "hinter" naturwissenschaftlichen Tatsachenbehauptungen, und empirische Implikationen haben Glaubensvorstellungen mit-geprägt. Wie also sind die Gegebenheiten der Welt zu "erklären", etwa monistisch: im jeweiligen "Alleinvertretungsanspruch" der Evolutionstheorie oder der biblisch-theologischen Schöpfungslehre? Gilt ein unüberbrückbarer Dualismus i. S. Karl Barths: "Glaube und Naturwissenschaft bewegen sich auf verschiedenen Ebenen, die sich nicht schneiden"!? In einem angestrebten Dialog liegt die Frage nahe: Wie wirkt Gott in der Natur - wirkt Er sowohl im physikalisch-notwenigen Gesetz als auch im Zufall, z. B. der genetischen Mutation, und wenn ja, wie? Eines ist sicher: Unser Wissen ist "eine Insel im unendlichen Meer des Unbekannten" - und je größer die Insel wird, umso länger werden ihre Grenzen zum Unbekannten (A. Peacocke). Wenn katholische Dogmatik aussagt, dass das "Licht der menschlichen Vernunft fähig ist, aus der Schöpfung "mit Gewissheit2 Gott als Ursprung und Ziel des Geschaffenen zu erkennen, dann offenbart sich Gott nicht nur in Schrift-Wort und Tradition, sondern auch im Wissen um die Natur.

Kurz: Naturwissenschaft wird zur theologischen Aufgabe. Noch ist nach Meinung des Autors der Jahrhundertkonflikt zwischen Evolutionstheorien und theologischer Schöpfungslehre nur unbefriedigend aufgearbeitet. Entgegen theologischen Vereinnahmungs- oder "Selbstimmunisierungsmodellen" ließen sich im Dialog über das eigentlich "Schöpferische" in der Natur beiderseitige "Reservate der Ignoranz" aufhellen (z.B. physikalisch die Trias: Materie-Energie-Information; biologisch die Selbstorganisation der Materie, Entstehung des Lebens; theologisch das Problem der creatio continua als "fortwährende Evolution"). Der Fragen sind viele: Was ist Realität im Hinblick auf Relativitätstheorie (1915) und Quantenphysik (1925); welcher "Natur" ist das All, - einmal als Präzisionsuhrwerk geschätzt - in der Sicht der Chaostheorie? Was bedeutet "Leben" im Bezug zu Molekularstrukturen, eine Frage, die sich seit den 1960er Jahren stellt! Ist Religion (nur) eine "günstige" soziale Konstruktion i. S. eines "brutpflegerischen Milieus", wie Soziobiologen unterstellen? Lässt sich die Theologie der creatio ex nihilo mit der physikalischen Kosmologie in Kontext bringen, die der creatio continua mit den Hauptsätzen der Thermodynamik und den Evolutionstheorien? Die Resultate der Paläanthropologie sind mit der Phylogenie, die der Embryologie mit der Ontogenese, der individuellen "Menschwerdung", zu verbinden. Gerade die Betrachtung des konkreten Menschen in beiden großen Wissenschaftsfeldern und seiner Existenz als unübergehbares Objekt und Subjekt fordert das interdisziplinäre Gespräch heraus. Eine diesbezügliche gegenseitige "Abschottung" ließe die Welt und unser Handeln in Absurdität abdriften, das mit zentralen und lokalen Ethikräten allein nicht zu stoppen ist. Was der menschlichen Curiositas (Neugier) an Nach-denklichkeit fehlt, haben Philosophie und Theologie in Frage- und Antwortkatalogen einzubringen. Als "Störfaktoren" einer die Forschungsfreiheit dominierenden Ökonomieabhängigkeit können sich die Geisteswissenschaften zugleich als heilsamer "Schatten" einer aufklärerisch-strahlenden "Weltzuversicht" erweisen. Denn den "moralbereinigten" Weitblicken und Zukunftsphantastereien einer hochtechnisierten Naturwissenschaft ist es absolut unmöglich, nach einer Orientierungsmarke zu segeln, wenn diese am Bug des eigenen Schiffes angenagelt ist (D.M. MacKay)!

Dem kritischen Rationalismus eines Hans Albert beispielsweise, der besonders die katholische Theologie als "Dogmatismus" von sich weist und die Existenz Gottes als Hypothese in einem Verwendungs- bzw. Funktionskontext analysieren und letztlich ad absurdum führen will, hält Lüke entgegen, dass sich auch der Wahrheitsbegriff nicht als bloße Hypothese in einer "Nutzenfunktion" erschöpft oder sich einer künstlich ersonnenen "Falsifikationstortur zu beugen" hätte. Wahrheit und über sie hinaus "Gott" übertreffen jeden zurechtgeschnitzten "Götzen, auch wenn er ratio heißt! (vgl. IV. Laterankonzil 1215: "quia inter creatorem et creaturam non potest tanta similitudo notari, quin inter eos maior sit dissimilitudo notando, die Unähnlichkeit zwischen Schöpfer und Geschöpf übertrifft die Ähnlichkeit zwischen ihnen).

Im Rahmen der Evolutionären Erkenntnistheorie (EETH), der Lüke lernbereit und kritisch zugleich gegenübersteht, versuchten Wuketsis, G. Vollmer, K. Popper u. a. eine Platzanweisung für Theologie: als "Behauptung der Existenz Gottes", als "konsequenzlose Deskription" des Zusammenhangs von Gott und Welt/Mensch oder als (bloße) ethische Anweisung zu Tun und Lassen. Dem Bild einer alles dominierenden "Erfahrungswissenschaft" tritt der Autor mahnend entgegen, um Wissenschaftler vor dem Verhängnis eines verengten Denkens zu schützen. Denn der Mensch bewegt sich eben nicht nur, wie z.B. Vollmer behauptet, in einem Mesokosmos der "Anschaulichkeit"; vielmehr ist seine Welt, wie Atomphysik und Zellbiologie beweisen, nur partiell anschaulich. Beispiel: "Wenn das Gehirn so einfach wäre, dass wir es verstehen könnten, dann wären wir so einfach, dass wir es nicht könnten" (Pugh). Immer wieder stand und steht auch der Naturwissenschaftler an "mesokosmischen Grenzen", und schon früh hat der Mensch sich selbst gefordert im "Erkenne dich selbst"! Wie die Physik sich mit ihren "Unanschaulichkeiten" bereits in ein neues Nootop (eine Regionalität des Denkens) gewagt hat, so sei von der Theologie als Wissenschaft ein Nootop ihrer "Unanschaulichkeitsfelder" gegenüber den Plausibilitäten eines menschlich- allzu menschlichen Gottesbegriffs zu konstituieren. Naturwissenschaftler kritisieren selbst, dass "Zufall" ein Begriff zur "Verschleierung der Unwissenheit" und das Schlagwort "Selektion" die wirksamen physikalisch-chemischen Prozesse während der Evolution verdeckt und also das "Opium der Biologen" ist. Deshalb solle sich die EETh auch von ihrem "unhaltbaren Alleinvertretungsanspruch im Feld der Finalität" (Teleonomie) trennen.

Berührungsängste sind dem Autor fremd. So geht er dem Problem der Religiosität als möglichem "Produkt der Evolution" nach, und zwar deswegen, weil sich Soziobiologen seit geraumer Zeit "allzu fürsorglich" um dieses Phänomen kümmerten. Lüke spielt den Gedanken von der Religiosität als vorteilhaftem "selektionsprämiertem Verhalten" oder als "Passungsproblem" durch. Die Prädisposition zu religiösem Glauben soll "die komplexeste und mächtigste Kraft des menschlichen Geistes" sein und wahrscheinlich "ein unauslöschlicher Bestandteil der menschlichen Natur", konstatiert der Biologe E. O. Wilson. Doch bahnt sich da nicht eine Vereinnahmungsstrategie der Evolutionstheoretiker an, die Theologie überflüssig machen könnte: Religiosität als biologischer Vorteil führt zu biologischer Fitness, - und damit Ende? Nimmt man den vielschichtigen kulturellen und religionsgeschichtlichen Komplifikationsprozess in den Blick, ergeben sich - gerade nach Auskunft der Evolutionsbiologen - Systemfelder mit sog. "unprognostizierbaren Systemeigenschaften", und folglich lässt sich über die aktivische oder passivische Wirksamkeit von Religiosität rein gar nichts aussagen - analog dem Phänomen der Musik: "nützliche" Lock- oder Warnrufe der biologischen Vorfahren führten nicht linear und schon gar nicht inhaltlich zu Beethovens 9. Sinfonie! Und wenn "Passung2 (Religiosität) und "anpassende Realität" (Gottesidee) das "analytische Vermögen unseres Verstandes unermesslich überschreiten" (v. Ditfurth), muss man sich zumindest über die evozierende anpassende Realität Rechenschaft geben und mitbedenken, dass Rationalität und Religiosität höchstwahrscheinlich gemeinsame Wurzeln haben, und dann nicht dem Verstand allein das ganze "Soll und Haben" zuzuschreiben ist. Unübersehbar steckt in aller Religiosität ein gut Teil Rationalität, warum nicht auch umgekehrt!

Zum Rubikon der Hominisation in der Phylogenese führt Lüke aus: der Theologe spreche von einer Beseelung des Menschen innerhalb des Hominidenstammbaums "nur dann, wenn auch ein paläoanthropologisch zumindest ansatzhaft erkennbarer Transzendenz- bzw. Gottesbezug gegeben ist". Aber nicht erst die vollzogenen Bestattungsriten (etwa beim Neandertaler) sind ein diesbezüglicher Erweis, vielmehr können diese ein bereits vorgängiges Geschehen und Transzendenzdenken andeuten. Nichts spreche gegen die Annahme der "Einheit des Menschengeschlechts", das den homo habilis, homo erectus, homo sapiens und schließlich sapiens sapiens umgreift (S. 122ff). "Beseelung" meint nicht den "Einbau eines Extras" in vorgegebene Geschöpflichkeit; sie ist die Eröffnung einer Kommunikation durch Gott, auf die der Mensch in seinem "Sich-verAntwortlich-fühlen" reagiert (oder nicht).

Weitere Kapitel befassen sich mit dem Religionsbegriff bei Whitehead und der Deutung der Evolution als ein teleologisches "Empor im Voran" durch Teilhard de Chardin.

Im Gegensatz zur creatio ex nihilo, die theologisch zugleich als "Zeitschöpfung" gedacht wird, bleibt die creatio continua (zumal sie auch jede Menschwerdung betrifft) ein Problem: Wie wirkt der zeitlose Schöpfer in der geschöpflichen Raumzeit, der menschlichen Zeit (bei der Zeugung)? Lüke hat einen Einfall: bis dato ist Gegenwart weder physikalisch noch neurobiologisch bestimmbar; es kann ihr (bislang) in Ermangelung eines objektiven Zeitquants keine horizontale Erstreckung zugesprochen werden. "Wenn wir aber in der Mitte dessen, was wir Zeit nennen und als Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ausfalten, der Ausdehnungs- und Prozeßlosigkeit des Augenblicks und damit aller Zeithaftigkeit zum Trotz" sozusagen ein 'Jetzt' erahnen, dann ließe sich eben hier das Einfallstor der Ewigkeit in die Zeit denken als gleichsam "strenge Gegenwart" in "vertikaler Dignität", als Sein im "unteilbaren Zeitquant". Da Naturwissenschaft immer nur an jüngster, jüngerer oder älterer Vergangenheit, nie an "strenger Gegenwart" beobachtet, bleibt sie, die mit ihrer raumzeitlich strukturierten Ordnung als Vorbedingung verhaftet ist, für den ‚Bereich´ göttlichen Seins=Wirkens blind. Das raumzeitlose Wirken Gottes, das wir als in der Raumzeit stehende Geschöpfe als creatio continua bezeichnen (als wäre es quasi ein "Wartungsdienst", ein Instandhalten des einmal Geschaffenen) und von der Ersterschaffung in der creatio ex nihilo aufgrund unserer Wahrnehmungsstruktur zeiträumlich abgrenzen, ist in Wahrheit ein einziges: unzeitlich-ewiges. Diese Zeitlosigkeit und Einheitlichkeit göttlicher Schöpfung ist die "unvordenkliche Bedingung der Möglichkeit für jede zwangsläufig an bereits konstituierter Ordnung orientierte nachdenkliche Naturwissenschaft. Insofern kommt, im Zeitschema gedacht, Naturwissenschaft "immer zu spät": der Schöpfungsmorgen geht/ging (?) ihr voraus.

Lüke verfolgt auch einen bedenkenswerten theologisch-naturwissenschaftlichen Ansatz zum christlichen Bekenntnis der Auferstehung im Leib, der die Seele als den "todüberdauernden Repräsentanten" unserer geschichtlichen Identität wertet. Angesichts des Staubs, zu dem der Körper offenkundig katabol im Grab zerfällt, wird die "Zeitjenseitigkeit" der Gottesnähe und Seines Gerichts bedacht. Was zeitdiesseitig diachron erscheint, der Todestag und das "spätere" sog. Jüngste Gericht, wird zeitjenseitig "als zeitlose Identität von Vollendung durch Auferstehung des ganzen Menschen" und als Jenseits-Vollendung der "ehemals übergangsweise ‚leibeigenen und jeglicher Materialität" interpretiert.

Mit Esprit wendet sich der Autor aktuellen Problemen zu. Klar ist: der Mensch ist biologisch durch sein Genom identifiziert, unabhängig von der Art seiner Entstehung, und der neue Mensch beginnt mit der Karyogamie (Kernverschmelzung). Andere Datierungsversuche erweisen sich als interessenbesetzt. Embryonenforscher, PID-Selektierer, Stammzell-Gewinn(l)er hätten einen Nachweis zu erbringen, dass das "aktivierte Ei", die Zygote definitiv nicht Mensch ist! Sie haben die stabilen Argumente der Artspezifität des Genoms, der genetischen Identität zwischen Zygote und Erwachsenem, der Kontinuität seiner Entwicklung aus der Zygote und ihrer Potentialität zu widerlegen, wenn sie Menschen-Embryonen zerlegen, verbrauchen, genetisch verändern und die Menschheit damit beglücken wollen. Dem Forscher bleibt die Verpflichtung auferlegt, sich nicht nur für wissenschaftliche Teilschritte, sondern im Hinblick auf das Ganze eines Forschungsziels verantwortlich zu zeichnen. Normen, das legt uns der Autor ans Herz, kommen nicht aus der Natur, sie entspringen der Nachdenklichkeit. Die Behauptung, wer "therapeutisches Klonen (von Lüke als "semantische Nebelkerze" bezeichnet) ablehne, sei Rigorist oder Zyniker, ist angesichts der Möglichkeit, Therapien mit adulten Stammzellen weiter zu entwickeln, unhaltbar geworden.

Wirtschaftliches "Anlegerinteresse" und "Reputationsinteresse" führen zur "Drittmittelprostitution". So gedeihe "absichtsvolle Ziellosigkeit" in "zielloser Absichtsfülle". So auch kommt der Zauberlehrling zum eugenischen Angebot der PID: "Die Mesalliance von angestrebter diagnostischer Allmacht und realer therapeutischer Ohnmacht zeugt den Bastard Selektion." Wider "die Schwindsucht bioethischer Standards" wendet sich Lüke in einer speziellen Auseinandersetzung mit dem Rechtsphilosophen R. Merkel und dessen aus falschen Prämissen abgeleiteten Scheinargumenten, z.B. die versuchte Irreführung, die Potenzialität von Keimzellen (unipotent, allenfalls pluripotent) und der befruchteten Eizelle (menschlich-biologische Totipotenz) als gleichartig zu setzen. Soll nun da, wo es am meisten um (viel) Geld geht und wenig Moral, ein nationaler Ethikrat "zu mehr Ethik raten oder raten, was Ethik ist, oder von Ethik abraten oder raten, wie man an der Ethik vorbeikommt, ohne sein menschliches Angesicht zu sehr zu ramponieren"?

Der Band wird mit der Frage abgeschlossen, ob nicht-theologische Disziplinen ein "Mitspracherecht" haben bei der Rede von Gott. Im Rückgriff sowohl auf die Dogmatische Konstitution Dei Filius des Vaticanum 1 wie auf die "Mythologiekritik", welcher sich moderne Physik z.B. selbst unterzieht, bejaht dies der Autor. Naturwissenschaft, befasst mit dem "zum Abgegrenzten gemachten Objekt", habe keines ihrer Objekte als "unendlich" erwiesen, weder Zeit, noch Welt-Raum, noch Materie. "Ewigkeit ist kein naturwissenschaftlicher Begriff. Was Naturwissenschaft beschreiben kann, ist nicht Gott. Insofern hatte Gagarin Recht. Aber der Astronaut hat wohl nicht reflektiert über jenen Gott, auf den das unabänderliche Bleiben der Grenze gerade in den Naturwissenschaften verweist: den "Gott der unendlichen Endlichkeit". Ein solches Gottesbild ist "offen" und kein Götze! In der Suche nach einer Theory of everything, einer "Weltformel", oder zumindest einer Grand Unified Theory, die als System von Gleichungen und Regeln, wenn schon nicht alles erklärt, so doch Wissen verknüpft, äußert sich die Sehnsucht nach Synthese, einer "complicatio" i. S. des Nikolaus von Kues. Wer aber bläst dieser Einheit "den Odem ein und erschafft" ihr "ein Universum "(Hawking)? Naturwissenschaft kann aufzeigen, was Gott nicht ist und damit die via negativa der Theologie intensivieren: über ihre durch Maß und Frist definierten Objekte verweist sie hinaus auf das Maß- und Zeitlose eines umgreifenden Horizonts und schafft Platz für den Weltgeist. Das "Licht der Vernunft" trägt so zur Erhellung der Gottesfrage, zur Evolution der Theologie bei.

Dr. Maria Overdick-Gulden

Veröffentlicht in: Lebensforum Nr. 65 1/2003

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