Literatur

Rezensionen

Barbara Schneider, Uwe Sperling, Hans Wedler, Suizidprävention im Alter. Folien und Erläuterungen zur Aus-, Fort- und Weiterbildung, Mabuse Verlag, Frankfurt/M 2011, 60 S.

Suizidalität ist beeinflussbar

BuchcoverMitglieder der Arbeitsgruppe "alte Menschen im nationalen Suizidpräventionsprogramm für Deutschland" (NaSPro) machen in ihrer Edition "Suizidprävention im Alter" auf die besonders hohe Suizidgefährdung alter Menschen und deren Motive in der Industriegesellschaft aufmerksam. Die Autoren liefern statistische Ergebnisse, informieren über die Möglichkeiten der Vorsorge und Früherkennung und die Weisen therapeutischer Intervention.

Suizid wird als ein "tragisches Scheitern einzelner oder vieler Menschen" beurteilt. Beim akuten (missglückten) Suizidversuch ist dem vorsichtigen ärztlichen Paternalismus der Vorzug gegenüber der Patientenautonomie zuzugestehen, da die "Suizidkrise… als eine Ausnahmesituation" bewertet wird. Denn die Erfahrung zeigt: "die weit überwiegende Mehrheit der Suizidenten" ist nach Abklingen der Krise für die Lebensrettung dankbar. Der Helfer kann also "von einer hypothetischen Zustimmung zur Rettung ausgehen".

Das im Buch zur Verfügung gestellte Material erscheint im PowerPoint-Format mit 52 Folien, beigefügt ist eine CD-Rom. Wertvoll sind Hinweise auf entsprechende Adressen zur Hilfe und weiterführende Literatur.

Dr. med. Maria Overdick-Gulden

Veröffentlicht in: LebensForum Nr. 99 - 3/2011

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